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Social Icons MSE Filterpressen

VORTEILE VON MSE MEMBRANFILTERPRESSEN

  • Maximaler Grad an Trockensubstanz im Filterkuchen auch bei teilgefüllten Filterkammern
  • Einfache und wirtschaftliche Filtration durch hohen Entwässerungsgrad und verkürzte Zykluszeiten
  • Kompaktes sowie robustes Design
  • Außerordentliche Vielseitigkeit durch Erweiterungsmodule und Automatisierungsoptionen

  • Hohes Sicherheitsniveau durch den Einsatz neuester Sicherheitstechnik

  • Verringerter Pumpenverschleiß bei abrasiven Medien durch niedrigen Beschickungsdruck

MEMBRANFILTERPRESSE

Die Membranfilterpresse hat sich aufgrund ihrer ausgezeichneten Filtrationsergebnisse in einer Reihe von Anwendungen, wie z.B. im Bergbau, in der Chemie- oder Pharmaindustrie bewährt. Um den unterschiedlichen Anforderungen von Industrie und Kommune gerecht werden zu können, werden MSE Membranfilterpressen – analog den Kammerfilterpressen – in Modul-Bauweise konzipiert. Die Basis bildet das massive und hochbelastbare Stahlfilterpressengestell, das aus den folgenden Hauptkomponenten besteht: Beschickungsständer mit Filtratablauf (Kopfstück), Hydraulikständer mit Schließzylinder (Druckstück), Traverse und Seitenholme, auf der die einzelnen Membranfilterplatten inklusive Filtertücher angeordnet sind. Das Plattenpaket besteht aus einheitlichen Membranplatten (wahlweise auch Mix aus Kammer-Membranfilterplatten möglich) mit einer Aussparung von 15-50 mm zur Aufnahme des stichfesten Filterkuchens. Als Membranwerkstoff kommt in der Standardausführung Polypropylen (PP), synthetischer Kautschuk (z.B. NBR, EPDM) oder thermoplastisches Elastomer (TPE) zum Einsatz. Spezielle Werkstoffe wie PVDF sind ebenfalls erhältlich.

Membranfilterpressen nehmen durch den Einsatz der Membrantechnik in den Filterplatten einen großen Einfluss auf den Trockenheitsgrad des Feststoffes. Im Vergleich zu gängigen Filtrationsverfahren erreicht sie die niedrigsten Restfeuchtewerte im Filterkuchen. Das macht die Membranfilterpresse zu einer leistungsstarken und am meisten eingesetzten Anlage.

 

MEMBRANTECHNOLOGIE ALS LÖSUNG – WENN ZEIT UND ENTWÄSSERUNGSGRAD ENTSCHEIDEND SIND

 

Je nach Entwässerungsgrad lassen sich durch das Nachpressen mit Membranplatten unterschiedliche Trockensubstanzgehalte (TS-Gehalt – prozentualer Gewichtsanteil der Trockensubstanz im Filterkuchen) im Filterkuchen erzielen. Die Bandbreite der erreichbaren TS-Gehalte erstreckt sich hierbei von 30 bis zu über 80 Prozent. Das Nachpressen funktioniert bei der Standardausführung beidseitig. In Abhängigkeit des zu filtrierenden Mediums besteht die Option, nur jede zweite Filterplatte mit der Membrantechnik auszuführen. Die Kombination aus Membranfilterplatten und Kammerfilterplatten (gemischtes Paket) reduziert die Anschaffungskosten und garantiert ebenso ausgezeichnete Filtrationsergebnisse. Diese Art von Filterpresse wird als Kammer-Membranfilterpresse bezeichnet.

Membranfilterpressen bieten nicht nur den Vorteil eines extrem hohen Entwässerungsgrads, zusätzlich wird die Filtrationszykluszeit in Abhängigkeit der Suspension durch die Membranfiltration im Durchschnitt um mehr als 50 Prozent verringert. Die Folge sind schnellere Zyklus- und Umschlagszeiten, die zu einer Erhöhung der Produktivität führen. Auch mit teilgefüllten Filterkammern, lassen sich dank der Membrantechnologien hervorragende Trockensubstanzergebnisse erreichen. So wird auch beispielsweise bei abrasiven Medien, der Pumpenverschleiß durch verminderten Beschickungsdruck (je nach Suspension 6-8 bar) verringert, ohne dabei das Endergebnis zu beeinträchtigen.

Um einen maximalen Schutz der Membranfilterpresse zu gewährleisten, kommen spezielle Sicherheitssysteme für die verschiedenen Membranaufblasmedien zum Einsatz. Das Membranaufblasmedium besteht wahlweise aus Druckluft oder einem flüssigen Medium (z.B. Wasser). Standardmäßig sind Nachpressdrücke von bis zu 15 bar möglich, in besonderen Fällen können diese höher ausfallen.

Prozessoptimierung einer Filterpresse durch Membrantechnik

NACHPRESSEINRICHTUNG MIT MEMBRANTECHNIK

Für den Betrieb einer Membranfilterpresse ist grundsätzlich eine Nachpresseinheit erforderlich. Das Nachpressmedium gelangt in die Membranfilterplatten, wodurch sich die einzelnen Membranen ausdehnen. Hierdurch wird der Filterkuchen durch Auspressen der noch überschüssigen Flüssigkeit weiter verdichtet. Das Ergebnis ist ein höherer TS-Gehalt. Der Grad der Verdichtung hängt von der jeweiligen Suspension ab. Die Nachpresseinheit sorgt nach dem Entwässern für eine vollständige Entleerung der Membrane. Nachfolgend erhalten Sie eine Übersicht der möglichen Nachpresseinheiten und deren Funktionsprizip.

 

FUNKTIONSPRINZIP NACHPRESSEINHEIT MITTELS DRUCKLUFT

 

Als Nachpressmedium kommt für die pneumatische Nachpressung die Umgebungsluft zum Einsatz. Die Erreichung des gewünschten Drucks erfolgt durch Verdichtung mittels Kompressor, der ebenfalls für die Beschickung der Membranleitungen dient. Hierzu sind umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen erforderlich.

 

FUNKTIONSPRINZIP NACHPRESSEINHEIT MITTELS WASSER

 

Die Nachpresseinheit mittels Wasser erfolgt aus einem Vorlagetank. Dabei wird über eine frequenzgeregelte Kreiselpumpe und Verteilerrohrleitung Wasser in die Membranplatten der Membranfilterpresse gepumpt. Bei Bedarf sind unterschiedliche Temperaturwerte zur Anpassung von Druck und Druckanstieg möglich. Ziel der Regelung ist es, unter Einhaltung der Grenzwerte, kürzeste Nachpresszeiten zu erreichen. Nach dem Entwässern des Filterkuchens wird das Wasser in den Vorlagebehälter zurückgesaugt.

FILTRATIONSPRINZIP

Die Beschickung einer Membranfilterpresse erfolgt analog einer Kammerfilterpresse, wobei sich der Füllgrad der Kammern allerdings manuell steuern lässt. Der steigende Beschickungsdruck sorgt dabei für die Vorkomprimierung und Entwässerung des Filterkuchens in der Kammer. Sobald der Beschickungsdruck den vorbestimmten Wert (ca. 6-8 bar) erreicht hat, erfolgt die entsprechende Nachpressung des Filterkuchens. Die flexiblen Membranen (die z.B. mit Druckluft oder Wasser gefüllt sind), pressen dabei den Filterkuchenfeststoff auf die gesamte Fläche der Kammern. Dieser verdichtet sich hierduch und treibt somit freies Wasser über das Filtertuch aus.

Filtrationsablauf einer Membranfilterpresse

STEIGERUNG DER FILTRATIONSGÜTE DURCH FILTERKUCHENNACHBEHANDLUNG

 

Um eine noch höhere Filtrationsgüte zu erlangen, stehen einer Membranfilterpresse dabei weitere Konfigurationsmöglichkeiten zur Auswahl. Dazu gehören z.B. Filterkuchenwaschen, Filterkuchentrockenblasen, Kernspülen und Kernblasen. Beim Filterkuchenwaschen muss der Filterkuchen allerdings vorgepresst werden. Das stabilisiert den Filterkuchen und vermeidet somit Schrumpfrisse. Nach Beendigung des Filtrationsprozesses erfolgt anschließend die Entleerung der Kammern. Dazu wird der Schließdruck der Filterpresse abgelassen, die Filterpresse geöffnet und der Kuchen von den Filtertüchern entfernt. Anschließend wird der Filtrationszyklus wiederholt.

Filterkuchennachbehandlung einer Membranfilterpresse

TECHNISCHE DETAILS

MSE Filterpressen sind in Abhängigkeit des Formats beliebig erweiterbar.

FormatRund- / FlachholmKammerinhalt (max. Liter)Filterkuchenstärke
FP 400R14815-50mm
FP 470R20815-50mm
FP 500R29515-50mm
FP 630R/F57615-50mm
FP 800R/F128815-50mm
FP 1.000F253015-50mm
FP 1.200F410415-50mm
FP 1.500F959415-50mm
FP 2.000F2036015-50mm

– nicht möglich / + Option / x Standard

AUTOMATISIERUNGS- & ERWEITERUNGSMODULE (I)

Format(FT-) SÄUERN(FK-) TROCKENBLASEN(FT-) WASCHEN(FK-) WASCHENPLATTENTRANSPORTKERNAUSBLASEN&KERNSPÜLEN
FP 400+++
FP 470++++++
FP 500++++++
FP 630++++++
FP 800++++++
FP 1.000++++x+
FP 1.200++++x+
FP 1.500++++x+
FP 2.000++++x+

– nicht möglich / + Option / x Standard I FT – Filtertuch / FK – Filterkuchen

AUTOMATISIERUNGS- & ERWEITERUNGSMODULE (II)

FormatSPREIZTUCHMEMBRANTECHNIKRÜTTELN IRÜTTELN IISPRITZSCHUTZKORROSIONSSCHUTZ
FP 400++++
FP 470+x++++
FP 500+x++++
FP 630+x++++
FP 800+x++++
FP 1.000+x++++
FP 1.200+x++++
FP 1.500+x++++
FP 2.000+x++++

– nicht möglich / + Option / x Standard