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Anwendung in der Chemieindustrie

CHEMIE

Die chemische und petrochemische Industrie stellt an die eingesetzten Filtrationssysteme und Filterpressenarchitekturen in Bezug auf Chemikalienbeständigkeit und an die relevanten Filtrationsparameter zur Erreichung einer höchstmöglichen Endproduktqualität hohe Anforderungen. Aufgrund dessen sind langlebige, sichere und effiziente Technologielösungen sowie für die chemische Verarbeitungsanwendung optimierte und effizient gestaltete Prozessparameter entscheidend. MSE Filterpressen® bietet hierzu umfassende und ausgereifte Filterpressen-Technologien im Bereich der Fest-Flüssig-Trennung und kundenorientierte Lösungen zur Verbesserung von Produktion, Effizienz und Endproduktgüte. Unsere Kammerfilterpressen und Membranfilterpressen sind aufgrund ihrer verfahrenstechnischen Variabilität in enger Zusammenarbeit mit renommierten Lieferanten für die spezifischen chemischen Eigenschaften bei Filtrationstemperaturen von -10 °C bis 95 °C die optimale Lösung.

Dabei bieten sie eine hohe Filtrationsgüte, hohe Filtrationsgeschwindigkeiten, ein Höchstmaß an Wascheffizienz sowie einen hohen Entwässerungsgrad. Des Weiteren bietet unsere computergesteuerte Regelung der Beschickung wesentliche wirtschaftliche Vorteile bei der Filtration von feinsten Partikeln und dem einhergehend homogen aufgebauten Filterkuchen. Durch unsere Erfahrung im Bereich der chemischen Anwendung haben wir die entsprechenden Abläufe in den letzten Jahren sukzessive optimiert, um einen bestmöglichen Kundennutzen bieten zu können. Als bedeutender Filterpressenhersteller ist es unser Anliegen, unsere Kunden entsprechend bei der Erfolgsmaximierung zu unterstützen.

Wichtige Prozessschritte von MSE Filterpressen sind: Reinigung, Filtration, Entwässerung, Trocknung.

BEISPIELHAFTE EINSATZBEREICHE IN DER CHEMIEINDUSTRIE

Bei der Kupferelektrolyse fällt als Zwischenprodukt Anodenschlamm an, der sich bei Auflösung der Kupferanoden auf dem Boden der Elektrolysezelle absetzt und edle und unlösliche Nebenelemente, darunter vor allem Gold, Silber, Selen und Tellur beinhaltet. Aus diesem Anodenschlamm werden die Edelmetalle in einem mehrstufigen Prozess aufbereitet, sodass diese bei der Rückgewinnung in Feinmetalle oder verwertbare Zwischenprodukte überführt und verkauft werden können. Für eine moderne und umweltfreundliche Edelmetallgewinnung muss der Schlamm auf eine Restfeuchte von unter drei Prozent getrocknet werden. Der Entwässerungsprozess erfolgt hierbei mit Hilfe einer Membranfilterpresse. Der aus der Kupferelektrolyse anfallende edelmetallhaltige Anodenschlamm wird der Filterpresse zugeführt und anschließend filtriert und entwässert.

Die hierbei eingesetzte Membranfilterpresse ist Teil eines Gesamtkonzeptes zur Anodenschlammaufbereitung und mit dem Ziel der energetischen Optimierung, der Rückgewinnung von Ressourcen und der Emissionsminderung von bedeutender Relevanz. MSE Membranfilterpressen zeichnen sich hierbei durch ihre solide, robuste und qualitativ hochwertige Architektur gepaart mit einer hohen Filtrationsgüte sowie exzellenten Entwässerungsresultate aus. Bei der effizienten Trocknung des Anodenschlamms mittels beheizbarer Membranfilterpresse über integrierte Heizplatten (TCD), die mit 120°C heißem Prozessdampf durchströmt werden*, ist aufgrund dem Entfall der weiteren Verarbeitung und des mehrstufigen Aufheizen des Anodenschlamm eine CO2- Emissionsreduzierung und eine Energieeinsparung von bis zu 35% möglich.

Ein Eloxalwerk behandelt u.a. mit dem Ziel des Korrosionsschutzes täglich Aluminium-Oberflächen indem eine oxidische Schutzschicht durch anodische Oxidation erzeugt wird. Hierfür werden vorzugsweise Profile und Bleche für das Bauwesen, die Automobilbranche, aber auch für Fassadenverkleidungen oberflächenbehandelt und aufgewertet. Beim Eloxieren (anodisieren) von Aluminium fallen große Mengen an Spülwasser an. Zum einen aufgrund der Viskosität der im Spülbad zu entfernenden alkalischen Beizlösungen, die auf der Warenoberfläche anhaften, zum anderen erfordert der Diffusionsvorgang auf der Warenoberfläche nach dem Eloxalvorgang gründliche Spülungen. Das Spülwasser wird in der Abwasserbehandlungsanlage gesammelt und entsprechend einer Behandlung unterzogen. Hierbei werden die sauren und alkalischen Spülwässer zusammengeführt und neutralisiert.

Unter Zugabe von Flockungsmitteln wird diese neutrale Lösung der Kammerfilterpresse zugeführt. Dabei wird das klare, feststofffreie Filtrat nach einer Nachbehandlung in Filtriereinheiten einer pH-Endkontrolle unterzogen und daraufhin mit den noch enthaltenen und erlaubten Reststoffen in den öffentlichen Kanal eingeleitet. Der nach der Druckfiltration in der Filterpresse anfallende Filterkuchenfeststoff (Aluminiumhydroxid) wird in Containern gesammelt und zur Deponie abgefahren. Diese zeichnen sich mit ihren konstruktionstypischen Besonderheiten bei der Spülwasserbehandlung durch hohe Filtrationsgeschwindigkeiten und seiner hohen Filtrationsgüte sowie durch eine für den Anwendungsfall optimierte und effiziente Gestaltung der Prozesse aus.

Für die großtechnische Herstellung von Aluminiumpigmenten wird das zu verarbeitende Metall (Aluminium) zunächst geschmolzen und nach Erreichen der Schmelztemperatur aus der Schmelze heraus verdüst. Dabei entstehen unregelmäßig geformte, sphärische Partikel. Dieses in der Industrie als Aluminiumgrieß bezeichnete Ausgangsmaterial wird in der Folge nach dem sog. Hall-Verfahren durch Nassmahlung in Kugelmühlen mit Testbenzin und Schmiermittel (Ölsäure für Non-Leafing-Pigmente und Stearinsäure für Leafing-Pigmente) versetzt und sowohl zu Plättchen (Flakes) verformt als auch zerkleinert. Nach der Vermahlung und anschließender Siebung der im Mahlprozess entstandenen Agglomerate, wird das überschüssige Testbenzin mittels Filterpressen aus dem entstandenen Gemisch (Slurry) filtriert und das Pigment aufkonzentriert.

Im letzten Schritt wird der entwässerte Filterkuchen, welcher aus 80% Aluminiumpigment und 20 % Testbenzin besteht, auf die jeweilige Handelsform in Bezug auf die exakte Zusammensetzung und Anforderung (Aluminiumpasten verfügen über einen Metallanteil von ca. 65% und 35% Lösemittel) eingestellt. Um den steigenden Anforderungen hinsichtlich Feinheit, Reinheit, Wirksamkeit und Verbrauchsminimierung zu entsprechen, bietet MSE Filterpressen® maßgeschneiderte, auf höchsten Kundennutzen ausgerichtete Lösungen an.

Die industrielle Herstellung des gelben Bariumchromats, welches vor allem in der Glas- und Farbenindustrie als Pigment von technischer Bedeutung ist, erfolgt durch Fällung von Bariumionen mit Chromationen aus leicht saurer Lösung. Das gefällte Bariumchromat wird zur Filtration der wasserlöslichen Beimengungen einer Fest-Flüssig-Trenneinrichtung zugeführt und hierbei mit dem Ziel eines stichfesten Filterkuchens mechanisch entwässert. Bei der Bariumchromatbehandlung kommen aufgrund der hohen Filtrationsgradanforderungen und den herausragenden Entwässerungsresultaten vorzugsweise Filterpressen zum Einsatz. MSE Membranfilterpressen zeichnen sich hierbei durch seine solide, robuste und qualitativ hochwertige Architektur gepaart mit einer hohen Filtrationsgüte sowie exzellenten Entwässerungsresultate aus. Durch den mit Membranfilterpressen erreichbaren hohen Trockensubstanzgehalt ist eine Reduzierung der nachgeschalteten Trocknungszeit und damit auch des Energieverbrauchs möglich.

Die Herstellung von hochreinem Bariumsulfat* (sogenanntes Blanc fixe), welches insbesondere als Füllstoff Verwendung findet, erfolgt zunächst durch Reduktion von Roh-Baryt (Schwerspat) mit Kohlenstoff und Laugung zu einer Bariumsulfidlösung, die anschließend durch Zusatz von Natriumsulfat zu Bariumsulfat gefällt wird. Die bei der Fällung als Nebenprodukt entstehende Natriumsulfidlösung kann wiederverwertet und rückgeführt werden. In der Nachbehandlung wird das gefällte Bariumsulfat mittels Filterpresse abfiltriert, mechanisch entwässert und getrocknet. Bei der Behandlung des Fällprodukts werden MSE Filterpressen eingesetzt, die sich hierbei durch seine solide, robuste und qualitativ hochwertige Architektur gepaart mit einer hohen Filtrationsgüte sowie exzellenten Entwässerungsresultate auszeichnen. Durch den mit Membranfilterpressen erreichbaren hohen Trockensubstanzgehalt ist eine Reduzierung der nachgeschalteten Trocknungszeit und damit auch des Energieverbrauchs möglich. Der abschließende Prozessschritt bei der Herstellung von Bariumsulfat dient dem Mahlen und Verpacken.

In Kaltwalzwerken werden Kaltbänder zur Erzeugung von Flachprodukten aus Qualitätsstählen einem Beizprozess unterzogen. Beizen von Aluminium hingegen dient oft der Vorbehandlung für Klebeverbindungen sowie vor dem eloxieren von Aluminiumoberflächen in Eloxalwerken. Eine wesentliche Anlage und wichtiger Prozessschritt in diesem Herstellungsprozess ist somit die Beiz – Anlage in einem Kaltbandwerk, in der das Warmbandvormaterial (der durch den Warmwalzprozess an der Oberfläche entstandenen festen Abbrand) zuerst im Beizteil entzundert und anschließend in der gekoppelten Tandemstraße auf die kundenseitig gewünschte Enddicke gewalzt wird. Die beim Beizprozess entstehende Abbeize wird in der Regeneration wieder zu Salzsäure bzw. Schwefelsäure aufbereitet und rückgeführt. Die Regeneration und Beize sind hierbei über ein Tanklager prozessseitig entkoppelt.

Eine wesentliche Prozesskomponente dieser Anlage ist die Filterpresse, die die Feinzunderrückstände mit dem Ziel der feststofffreien Salz-/ Schwefelsäure mittels Druckfiltration herausfiltert und entwässert. Hierbei bildet sich ein Filterkuchenfeststoff, der anschließend weiterverarbeitet und verkauft wird. Diese Abbeizeaufbereitung erfolgt aufgrund der hohen Filtrationsgradanforderungen durch eine MSE-Kammerfilterpresse. Diese zeichnet sich mit ihren konstruktionstypischen Besonderheiten bei der Salz- und Schwefelsäurebehandlung durch hohe Filtrationsgeschwindigkeiten und seiner hohen Filtrationsgüte sowie durch eine für den Anwendungsfall optimierte und effiziente Gestaltung der Prozesse aus.

MSE Filterpressen® hat in Zusammenarbeit mit dem Polymerhersteller PRO-ENTEC erfolgreich die schwer zu entwässernden Gärreste einer Biogasanlage entwässert. Die Konditionierung des Schlammes erfolgte mit Polymeren von PRO-ENTEC. Der Pilotversuch mit einer Kammerfilterpresse ergab hervorragende Ergebnisse der Fest-Flüssig-Trennung für den Bioschlamm: hoher Abscheidegrad des Bioschlamms (TS-Gehalt im Filtrat kleiner 0,1 %), Stickstoffreduktion im Filtrat bis zu ca. 40 %, Phosphorreduktion im Filtrat, Trockengehalt des Filterkuchens bis zu ca. 30 %.

Der industrielle Einsatz von Bismutvanadat stellt eine hochwertige anorganische Gelbpigment – Alternative zu den bisher verwerteten bleichromathaltigen Pigmenten dar, welche nach der REACH-Verordnung der EU als KMR-Stoffe (karzinogen, mutagen und reproduktionstoxisch) eingestuft werden und zunehmend an Bedeutung verlieren. Die großtechnische Herstellung von kristallinem Bismutvanadat erfolgt beispielsweise durch Fällung aus einer salpetersauren Bismutnitratlösung und einer Vanadatlösung. Hierbei ist der gezielte Farbton und die Brillanz des Bismutvanadat – Pigments stark von den Fällungsbedingungen wie z.B. Konzentration, Temperatur und pH-Verhältnisse abhängig. Die anfallende Suspension wird in einem mechanischen Fest-Flüssig-Trennverfahren von Nebenprodukten separiert und der beim Filtrationsprozess entstehende feststofffreie Filtrat abgeschieden und rückgeführt. Der abfiltrierte Bismutvanadat – Filterkuchen wird in einem weiteren Schritt einer Pigmentwäsche unterzogen und anschließend getrocknet.

Eine wesentliche und bewährte Prozesskomponente für die Filtration von Bismutvanadat – Pigment – Suspensionen ist die Filterpresse. Analog den bisher genannten Pigment – Entwässerungs- und Filtrationsprozessen bieten MSE Filterpressen einen gesteigerten Kundennutzen in Form von hoher erzielbarer Pigmentqualität, gesteigerter Energieeffizienz, bewährter Membranfilterplatten-/ sowie Filtertuchtechnologien (enge Zusammenarbeit mit den renommierten Lieferanten) und auf unser Knowhow zurückzuführende, optimierte und effizient gestaltete Prozessparameter.

Zur technischen Herstellung von Borsäure werden Borat – Mineralien, üblicherweise aus Kernit gewonnener Borax, mit Salzsäure oder Schwefelsäure angesäuert und daraufhin zu B(OH)3 umgesetzt. Die in flüssiger Phase vorliegende Borsäure wird in einem anschließenden Filtrations- und Waschvorgang von den Nebenprodukten und Beimengungen, vorwiegend Kalziumsulfat, separiert. Eine wesentliche Prozesskomponente für die Fest-Flüssig-Trennstufe ist hierbei die Filterpresse. Um den steigenden Anforderungen hinsichtlich Feinheit, Reinheit, Kuchenwascheffizienz und Verbrauchsminimierung zu entsprechen, bietet MSE Filterpressen® maßgeschneiderte, auf höchsten Kundennutzen ausgerichtete Lösungen. Unsere Produkte tragen mit der am Markt bekannten soliden, robusten und qualitativ hochwertigen Architektur zu einer gesteigerten Produktivität des Filtrationsprozesses bei.

Chromoxidpigmente sind chemisch betrachtet Oxide bzw. Oxidhydrate des dreiwertigen Chrom und im Gegensatz zum gefährlichen Chrom(VI)-oxid ungiftig. Das technisch bedeutendste Chromoxidpigment ist das Chromoxid – Grün (Cr2O3). Die technische Herstellung und Aufbereitung von Chromoxidpigmenten erfolgt durch Reduktion von Alkalichromaten, vorzugsweise durch die Festphasenreaktion, die als stark exothermer Ofenprozess geführt wird. Als Reduktionsmittel dienen kohlenstoffhaltige Verbindungen oder Schwefel. Das Reaktionsgut, das neben Chromoxid noch Natriumsulfat und evtl. nicht umgesetztes Chromat enthält, wird mit Wasser versetzt, das Chromoxidpigment als Suspension mit dem Ziel eines stichfesten Filterkuchens mittels Druckfiltration abfiltriert, entwässert und die löslichen Begleitsalze durch entsprechende Waschvorgänge mit Waschwasser entfernt.

Als Trennaggregat für die mechanische Filtration des Pigments kommen Filterpressen zum Einsatz, die bezüglich erzielbarer Pigmentqualität, gesteigerter Energieeffizienz und hohem Energienutzen im gesamten Herstellungsprozess von entscheidender Bedeutung sind. MSE Filterpressen bieten mit ihren konstruktionstypischen Eigenschaften und der ausgewählten und bewährten Membranfilterplattentechnologie bei der Chromoxidbehandlung hohe Filtrationsgeschwindigkeiten und eine hohe Filtrationsgüte sowie einen für die umfassende Produktion entscheidenden und lediglich mit Filterpressen erreichbaren hohen Trockensubstanzgehalt. In diesem Zusammenhang ist eine Reduzierung der nachgeschalteten Trocknungszeit und damit auch des Energieverbrauchs um mehr als 20 % möglich.

Beschreibung folgt…

Eisenblau ist eine Normbezeichnung, die für unlösliche Pigmente, die auf der Basis von Cyanokomplexen des zwei- und dreiwertigen Eisens beruhen. Die industrielle Herstellung von Eisenblaupigmenten erfolgt durch Fällung von komplexen Eisen(II)-cyaniden mit Eisen(II)salzen in wässriger Lösung. Der hierbei entstehende Weißteig oxidiert durch Zugabe von Natriumchlorat und Salzsäure nachfolgend zum Eisen(III)-hexacyanoferrat, dem Eisenblau. Anschließend werden die Eisenblaupigmente von löslichen Begleitsalzen durch mehrmaliges Waschen befreit, entwässert und schonend getrocknet. Hierbei erfolgt die Aufbereitung und Entwässerung der Eisenblaupigmente durch eine Filterpresse, die bezüglich gesteigerter Energieeffizienz und Energienutzen im gesamten Herstellungsprozess von entscheidender Bedeutung ist. MSE Kammer- und Membranfilterpressen bieten mit ihren konstruktionstypischen Besonderheiten und der ausgewählten und bewährten Membranfilterplattentechnologie bei der Eisenblaubehandlung hohe Filtrationsgeschwindigkeiten und eine hohe Filtrationsgüte sowie einen lediglich mit Filterpressen erreichbaren hohen Trockensubstanzgehalt. In diesem Zusammenhang ist eine Reduzierung der nachgeschalteten Trocknungszeit und damit auch des Energieverbrauchs möglich.

Bei der industriellen Herstellung und Aufbereitung von Eisenoxiden werden Eisensulfate zunächst in Wasser aufgelöst, gewaschen und das als Suspension anfallende Material durch Verwendung spezieller Filterpressen mit dem Ziel eines stichfesten Filterkuchens mittels Druckfiltration filtriert und entwässert. Von großer Wichtigkeit ist hierbei, angesichts des Energiesparens, in erster Linie der Restfeuchtegehalt. MSE Membranfilterpressen bieten alle Funktionen und Eigenschaften, die für diesen Prozess erforderlich sind. Die Aufbereitung der Eisenoxidpigmente erfolgt aufgrund der hohen Filtrations- und Entwässerungsgradanforderungen durch MSE Membranfilterpressen, die bezüglich gesteigerter Energieeffizienz und Energienutzen im gesamten Herstellungsprozess von entscheidender Bedeutung sind. Unsere Produkte zeichnen sich mit ihren konstruktionstypischen Besonderheiten und der ausgewählten und bewährten Membranfilterplattentechnologie bei der Eisenoxidbehandlung vor allem durch hohe Filtrationsgeschwindigkeiten und seiner hohen Filtrationsgüte sowie durch den lediglich mit Filterpressen erreichbaren Trockensubstanzgehalt aus. In diesem Zusammenhang ist eine Reduzierung der nachgeschalteten Trocknungszeit und damit auch des Energieverbrauchs um mehr als 20 % möglich.

Beschreibung folgt…

Zur technischen Herstellung von Kieselsäuren werden Alkalisilikat – Lösungen (bevorzugt Natronwasserglas) durch Zugabe von Mineralsäure zu amorphe Kieselsäuren ausgefällt und in großen Rührkesseln bei erhöhter Temperatur umgesetzt. Um die geforderte Endproduktqualität zu erreichen, werden die entstandenen Suspensionen filtriert und die nach der Filtration verbleibenden Fällungsrückstände (Silikat Kuchen) in einem anschließenden Kuchenwaschvorgang von löslichen Salzen (Natriumsulfat) befreit, die während dem Prozess entstehen. Der im Filterkuchen zurückbleibende Sulfatanteil kann hierbei je nach Anwendung eingestellt werden (0,2 % bis 0,8 % Sulfat). Die in diesem Zusammenhang eingesetzten Membranfilterpressen bilden indes den Stand der Technik.

MSE Filterpressen bieten hierbei, mit den konstruktionsspezifischen und Verfahrenstechnischen Merkmalen und der ausgewählten Membranfilterplattentechnologie, eine solide, robuste und qualitativ hochwertige Architektur, welche eine hohe Produktivität des Filtrationsprozesses gewährleistet. Die hohe Filtrationsgüte sowie exzellente Entwässerungsresultate zeichnen uns ferner aus. Durch anschließendes trocknen, mahlen und sieben kommt das abgepackte Endprodukt schließlich in den Handel. Mit Hilfe den mit Membranfilterpressen erreichbaren hohen Trockensubstanzgehalt ist eine Reduzierung der nachgeschalteten Trocknungszeit und damit auch des Energieverbrauchs möglich.

Zur technischen Herstellung von amorphen Metallsilikaten werden Alkalisilikat – Lösungen (ebenfalls vorzugsweise Natronwasserglas) durch Zugabe entsprechender Mengen von Kalzium-, Magnesium- oder Aluminiumsalzlösungen zu Silikate ausgefällt und in großen Rührkesseln bei erhöhter Temperatur umgesetzt. Die weitere Verarbeitung erfolgt analog der gefällten Kieselsäure.

Beschreibung folgt…

Die hydrothermale Karbonisierung (HTC) ist ein Verfahren, bei dem Biomasse in wässriger Suspension bei Temperaturen zwischen 180-250ºC und erhöhtem Druck in Biokohle (HTC-Kohle) überführt wird*. Die Rückgewinnung beispielsweise von Phosphor im Anschluss an eine hydrothermale Karbonisierung ist Gegenstand aktueller Forschung (z.B. an der RWTH Aachen). Die anfallende Abfallbiomasse (z. B. Klärschlamm) wird dabei zuerst konventionell mechanisch entwässert (ca. 20 % TS) und anschließend mittels hydrothermaler Karbonisierung (HTC) unter Druck und erhöhter Temperatur (ca. 220 °C) zu HTC-Kohle umgewandelt. Der verkohlte Klärschlamm (ca. 45 % TS) wird in einem letzten Schritt mechanisch mit Hilfe von Membranfilterpressen auf ein Trockensubstanzgehalt von ca. 60 bis 80 % TS entwässert und der stichfeste Filterkuchen anschließend auf den je nach Anwendungsgebiet maximal geforderten TS- Gehalt getrocknet. Eingesetzt wird das Braunkohle-ähnliche Endprodukt als Energieträger aber auch zur Bodenverbesserung oder als Sorbens in der Abwasserreinigung.

Keramische Farben sind temperaturbeständige Materialien, die zur Herstellung farbiger silikatischer Überzüge und zur feuerbeständigen Einfärbung von keramischen Werkstoffen verwendet werden. In einem Nass- oder Trockenmahlungsverfahren werden die entsprechenden Rohstoffe zerkleinert, vermischt und anschließend in Tunnelöfen geglüht. Nach dem Brennprozess wird das zu harten Klumpen gesinterte Glühprodukt nass vermahlen. Die Farbkörper (bis etwa 10ym) müssen durch einen Waschprozess von löslichen Beimengungen und anorganischen Salzen abfiltriert werden. Hierbei kommen Trennaggregate in Form von Kammer- bzw. Membranfilterpressen zum Einsatz, in denen die Mahlgutsuspension zunächst solange mit Wasser extrahiert wird, bis die geforderten Spezifikationen bezüglich Reinheit und Pigmentqualität erreicht sind. Der anfallende Filterkuchenfeststoff wird hierbei auf ein Minimum an Restfeuchte entwässert und im Anschluss thermisch getrocknet. Abschließend wird gemahlen und verpackt.

In diesem Zusammenhang ermöglichen MSE Filterpressen, mit entsprechenden konstruktionstypischen Merkmalen für diesen Einsatz, hohe Filtrationsgeschwindigkeiten bei der Entwässerung der gewaschenen Farbkörper, eine hohe Filtrationsgüte sowie sehr hohe Trockensubstanzgehälter (TS-Gehälter) des Filterkuchenfeststoffs und aufgrund der geringen Restfeuchte ausgezeichnete wirtschaftliche Resultate. Rohstoffe für die Herstellung keramischer Farbkörper sind Eisenoxid, Zinnoxid, Quarz, Kalkspat, Chromoxid, Aluminiumoxid, Cobaltoxid, Alkalichromate, Alkaliborate, aber auch Vanadium-, Zirkonium- sowie Seltene Erden-Oxide. Auch für die genannten Rohstoffe werden Filterpressen zur Aufbereitung und Entwässerung eingesetzt.

Bei der Reinigung von Behältern und Anlagen mit verschiedenen Suspensionen wird die Flüssigphase mit Saugwagen abgepumpt und zur weiteren Behandlung in Behältnisse abgelassen. Bisher wurde der Dünnschlamm in geeigneten Auffangbehältern mit Kaskaden abgelassen. Die Flüssigphase wurde abgepumpt und in der werkseigenen Neutralisation fachgerecht behandelt. Die Festphase wurde in gewissen Zeitabständen aus den Kaskaden entfernt. Diese feste Phase ist jedoch noch mit ca. 70% Wasser vernetzt. In Zusammenarbeit mit einem Daimler Chrysler Team, welches speziell für dieses Problem mit Fachkräften zusammengestellt worden ist, wurde eine neue Annahmestation entwickelt, welche die Werte und Durchsatzleitungen der früheren Anlage deutlich übertrifft.

Die Anlage besteht im wesentlichen aus der Annahmestation für die Saugwagen, einem Feststoffaustrag, Dünnschlammbehälter mit Dickstoffpumpe, Pufferbehältern, Aufbereitung und Kammerfilterpresse. Die Annahmestation arbeitet vollautomatisch. Die Saugwagen entleeren die Suspensionen in die Auffangwanne. Der Feststoffabscheider fördert Feststoffe und / oder Fremdkörper in einen Container. Die Feststoffe werden dabei soweit möglich mechanisch entwässert. Nach Abscheiden der Feststoffe werden die Suspensionen in Pufferbehälter verpumpt. Die Pufferbehälter dienen als Zwischenspeicher, um das Filtrieren mit der MSE Kammerfilterpresse so gering wie möglich zu halten und um große Anliefermengen aufzunehmen.

Die pumpfähige Suspension wird unter Zugabe von geringen Mengen an Zuschlagsstoffen mit einer Kammerfilterpresse von MSE verpresst. Erreicht wird ein sogenannter Filterkuchen mit einem Restwasseranteil von < 30%, was eine deutliche Kostenreduzierung und minimierten Personalaufwand zur Folge hat.

Die industrielle Herstellung von Mischphasenpigmenten (Rutil- und Spinell-Pigmenten, 0,2 – 2ym), die sich von anderen Oxidpigmenten (z.B. Titandioxid, Eisenoxid) ableiten, erfolgt durch Reaktion von feinteiligen Metalloxiden, -hydroxiden oder -carbonaten in festem Zustand bei Temperaturen zwischen 800 °C und 1400 °C. Nach dem Glühen werden die Mischphasenpigmente nass gemahlen und durch Waschen von den löslichen Begleitsalzen (Wasserverbrauch von bis zu 150 m3/t), die sich bei den ablaufenden Festkörperreaktionen bilden, filtriert. Das als Suspension anfallende Pigment wird hierbei anschließend durch Verwendung spezieller Filterpressen mit dem Ziel eines stichfesten Filterkuchens mechanisch entwässert, anschließend getrocknet, nochmals vermahlen und verpackt.

Analog den bisher genannten Pigment – Entwässerungs- und Filtrationsprozesse bieten MSE Filterpressen einen gesteigerten Kundennutzen in Form von hoher erzielbarer Pigmentqualität, gesteigerter Energieeffizienz, bewährter Membranfilterplatten-/ sowie Filtertuchtechnologien (enge Zusammenarbeit mit den renommierten Lieferanten) und auf unser Knowhow zurückzuführende, optimierte und effizient gestaltete Prozessparameter. Vor allem in Bezug auf die erreichbaren TS-Gehalte werden zudem Energiekosteneinsparungen der nachgeschalteten Trocknungsanlagen (Reduzierung der nachgeschalteten Trocknungszeit) möglich.

Bei der großtechnischen Herstellung von Natriumcarbonat (Na2CO3) nach dem Solvay-Verfahren (auch Ammoniak-Soda-Verfahren) wird das relativ schwer lösliche Natriumhydrogencarbonat aus einer wässrigen Natriumchloridlösung gefällt. Diese Umsetzung wird durch Zugabe von Ammoniak in eine konzentrierte Natriumchloridlösung und nachfolgendem Sättigen mit Kohlendioxid realisiert. Hierbei fällt Natriumhydrogencarbonat (Natron) aus, der in einem weiteren Schritt von entstehenden festen Schwebstoffanteilen (Ammoniumchloridlösung) mechanisch abgetrennt, entwässert und anschließend z.B. in Drehtrommeln/ Drehrohrofen (ca. 200°C) zu Soda kalziniert wird. Das bei der Kalzinierung abgespaltete Kohlenstoffdioxid sowie der aus der Reaktion des Ammoniumchlorides (Salmiak) mit Calciumoxid oder Calciumhydroxid umgesetzte Ammoniak werden dabei erneut in den chemischen Prozess zurückgeführt.

Eine wesentliche Prozesskomponente bei der Fest-Flüssig-Filtration ist die Filterpresse. MSE Filterpressen zeichnen sich mit ihren konstruktionstypischen Eigenschaften durch hohe Filtrationsgeschwindigkeiten und einer hohen Filtrationsgüte sowie durch eine für diesen Anwendungsfall optimierte und effiziente Gestaltung der Prozesse aus. MSE-Filterpressen bietet Ihnen hierzu umfassende und ausgereifte Filterpressen-Technologien und kundenorientierte Lösungen zur Verbesserung von Produktion, Effizienz und Endproduktgüte. Prozessbedingt fallen bei der Herstellung von Soda zusätzlich Unmengen von Abwasser (Kalkschlamm) an, das vor der Entsorgung zunächst von den Feststoffen befreit werden muss. Die Reinigung des Abwassers erfolgt hierbei ebenfalls mit Hilfe von Filterpressen. Der Kalkschlamm wird mit dem Ziel eines feststofffreien Filtrats von den festen Schwebstoffen getrennt und das klare Filtrat (gereinigtes Abwasser) anschließend abgeführt.

Filterpressen werden auf dem Gebiet der Petrochemie in vielen Chemieanlagen- und Raffinerieanwendungen eingesetzt. Die Filtration ist dabei ein grundlegender Schritt im Klarheitsprozess vieler Chemikalien von Eisenhydroxid bis Ethylenglycol. Die Nutzung von MSE Filterpressen garantiert dabei die erfolgreiche Umsetzung Ihres Projekts und vor allem den sicheren und effizienten Betrieb Ihrer Filtrationsanlage – während ihrer gesamten Lebensdauer.

Membranfilterpressen besitzen an dieser Stelle die Besonderheit, dass der entstehende Filterkuchen nach der Filtration und der Filterkuchenwäsche in einer Nachpress-Operation mechanisch ausgepresst und zusätzlich entwässert wird. Der hierdurch erzielte höhere Trockensubstanz-Gehalt (TS-Gehalt) generiert ein besseres Löseverhalten des Filterkuchens. Unsere bewährten Filterpressen helfen dabei, den vollen Wert Ihrer Rohstoffe freizusetzen, was zu hochwertigen Endprodukten führt. Für eine schnelle Zykluszeit und den einhergehenden hohen Kapazitäten sind MSE Filterpressen mit vollautomatischer Ausführung erhältlich.

Kraftfahrzeuge sind im allgemeinen Massenprodukte mit höchsten Qualitätsstandards. In jeder Phase der Fertigung genügen nur die besten Ergebnisse für ein hochwertiges Endprodukt. So ist es selbstverständlich, dass auch in der Reinigung der Rohkarossen höchste Anforderungen gestellt werden. Wird doch hier wird die Grundlage für eine makellose Lackierung gelegt. Der Reinheit der Reinigungsbäder gilt dabei höchste Priorität. Bevor MSE das Verfahren zur Reinigung der Phosphatierbäder über Direktfiltration in einer Filterpresse entwickelt hat waren an dieser Stelle aufwändige Verfahrensschritte erforderlich. Doch Schrägklärer und Schlammeindickung mit anschließender Filtration gehören nun in modernen Fertigungsanlagen der Vergangenheit an. Direktfiltration über MSE Filterpressen bedeutet gleichbleibende Qualität der Reinigungsbäder durch permanente und gleichmäßige Umwälzung der Bäder über die Filterpresse. Bei Filtrationszeiten von in der Regel mehreren Tagen ist der Personalaufwand ebenso gering wie der maschinentechnische Aufwand.

PHOSPHATIERSCHLAMM – UNTER STÄNDIGER VERÄNDERUNG

Mit der Entwicklung der Direktfiltration und deren weltweit erfolgreichen Einführung in vielen Automobilwerken war die Aufgabe längs nicht erledigt. Der immer größer werdende Anteil von Komponenten aus Aluminium an modernen Fahrzeugkarossen stellt uns vor immer neue Aufgaben. Auch die Hersteller der Chemikalien, welche in der Vorbehandlung der Rohkarossen eingesetzt werden, entwickeln ihre Produkte ständig weiter um den veränderten Anforderung gerecht zu werden. In Kooperation mit den Herstellern von Chemie und Filtertüchern wird das erfolgreiche Verfahren permanent weiterentwickelt.

Zur technischen Herstellung einer hochreinen Rohsole werden in großem Maße natriumhaltige Reaktionsprodukte (NRP) bei der Vorabscheidung von Filterstäuben verwendet, welche aufgrund ihres hohen Reinheitsgrades als Rohstoff für die Herstellung von Natriumcarbonat dienen. Die bei diesem Verfahren genutzten NRP werden in einer wässrigen Lösung bei kontrolliertem pH-Wert unter Zugabe definierter Additive extrahiert, die anfallende Suspension anschließend für die mechanische Fest-Flüssig-Separation einer Filterpresse zugeführt und die flüssige Phase mit dem Ziel eines feststofffreien Filtrats von unlöslichen Bestandteilen wie Schwermetallhydroxide, Aktivkohle und Flugasche abgetrennt. Die filtrierte Rohsole durchläuft anschließend eine Aktivkohle-Stufe, in der organische Komponenten abgeschieden werden. In Ionenaustauschkolonnen wird die Rohsole schließlich von den restlichen Schwermetallspuren gereinigt und nachfolgend als Ausgangsstoff zur Neuproduktion von Natriumcarbonat nach dem Solvay Verfahren wieder verwertet.

Der gebildete Filterkuchen ist hierbei derjenige Stoff, der ausnahmslos als Restabfall entsorgt wird. Eine wesentliche Prozesskomponente bei der Fest-Flüssig-Filtration ist die Filterpresse. MSE Filterpressen zeichnen sich mit ihren konstruktionstypischen Eigenschaften durch hohe Filtrationsgeschwindigkeiten und einer hohen Filtrationsgüte sowie durch eine für diesen Anwendungsfall optimierte und effiziente Gestaltung der Prozesse aus. MSE Filterpressen® bietet Ihnen hierzu umfassende und ausgereifte Filterpressen-Technologien und kundenorientierte Lösungen zur Verbesserung von Produktion, Effizienz und Endproduktgüte.

Rotschlamm oder auch Bauxitrückstand ist ein Abfallprodukt, das bei der Gewinnung von Aluminiumoxid aus aluminiumhaltigen Erzen (insbesondere Bauxit) als nicht vermeidbarer Begleiter anfällt und aufgrund seiner Alkalität (pH – Werte zwischen 11 und 14) ein ernsthaftes Umwelt- und Entsorgungsproblem sowie eine große Gefahr für das Grundwasser darstellt. Das bei der Aluminium – Herstellung gemäß dem Bayer – Verfahren gebildete und zurückbleibende Gemisch setzt sich aus chemischer Sicht hauptsächlich aus Eisenoxiden bzw.- hydroxiden, Titanoxiden, Aluminiumoxidresten, Quarzsand, Kalziumoxid, Natriumoxid und Restnatronlauge. Die flüssige Phase (Alkali – Anteil und gelöste Calcium-/ Natrium – Aluminate) wird nach Ablauf der Reaktionszeit anschließend in eine Kammerfilterpresse* überführt und – mit dem Ziel eines klaren und feststofffreien Filtrates sowie eines stichfesten Filterkuchens – vom festen Produktgemisch (Calcium – Aluminat – Tonschlamm (CATO)) abgetrennt und entwässert.

Der hierbei gebildete und vorliegende Filterkuchen als Endprodukt des Auslaugeprozesses verfügt über eine besonders große reaktive Oberfläche und kann in vielfältiger Weise weiterverwendet werden. MSE Filterpressen bieten in diesem Zusammenhang mit ihren konstruktionstypischen Besonderheiten und der ausgewählten und bewährten Membranfilterplattentechnologie bei der Rotschlammfiltration hohe Filtrationsgeschwindigkeiten und eine hohe Filtrationsgüte sowie einen lediglich mit Filterpressen erreichbaren hohen Trockensubstanzgehalt. Dies ist vor allem aus wirtschaftlicher Sicht von bedeutender Relevanz.

Hierbei können aufgrund der variierenden Zusammensetzung vier Kategorien hinsichtlich möglicher Anwendung von Bauxitrückstand genannt werden:

  • Gewinnung von Haupt- und Nebenbestandteilen: Eisen, Titan, seltene Erdelemente (SEE)
  • Verwendung als Hauptrohstoff für die Herstellung von Produkten, z.B. Zement
  • Verwendung von Bauxitrückstand als Bestandteil in Baustoffen, z.B. Beton, Ziegel, Fliesen; Bodenmelioration
  • Umwandlung des Rückstandes in ein nützliches Produkt, wie z.B. durch den Virotec-Prozess (Basecon Technology geschütztes Verfahren)

Somit stellen alle Endprodukte des Verfahrens Wertstoffe dar, die wirtschaftlich und umweltneutral aus dem bislang als Abfallstoff angesehenen Rotschlamm erhältlich sind.

Beschreibung folgt…

Zur Herstellung von Strontiumchromat werden die Rohstoffe in einer wässrigen Lösung getrennt voneinander aufgelöst und in einem Reaktor miteinander vereinigt. Die hierbei gelösten Ausgangsstoffe reagieren miteinander, worauf ein Reaktionsprodukt gebildet wird, dessen Löslichkeit wesentlich niedriger ist als jenes des Ausgangsstoffs. Suspension wird aufgrund der hohen Filtrations- und Entwässerungsgradanforderungen auf Kammerfilterpressen gefördert und mit dem Ziel eines stichfesten Strontiumchromat – Filterkuchens mechanisch filtriert und entwässert.

MSE Filterpressen zeichnen sich hierbei mit ihren konstruktionstypischen Besonderheiten und der ausgewählten und bewährten Membranfilterplattentechnologie vor allem durch hohe Filtrationsgeschwindigkeiten und seiner hohen Filtrationsgüte sowie durch den lediglich mit Filterpressen erreichbaren Trockensubstanzgehalt aus. Mit dem anschließenden Waschvorgang wird es von anhaftenden Reststoffen (leicht lösliche Reaktantreste oder Reaktionsrückstände) befreit. Der hierbei anfallende und entwässerte Filterkuchenfeststoff wird in brockenförmigem Zustand in Trockenöfen nochmals getrocknet, gemahlen und verpackt. Durch den mit der Membranfilterpresse erreichbaren Trockensubstanzgehalt ist eine Reduzierung der nachgeschalteten Trocknungszeit und damit auch des Energieverbrauchs um mehr als 20 % möglich.

Bei der industriellen Herstellung von Titanoxid (TiO2), das mit Abstand wichtigste weiße Pigment, wird nach dem Sulfatverfahren (auch Schwefelsäure-Prozess genannt) das feingemahlene und angereicherte Titanerz mit konzentrierter Schwefelsäure (bis zu 30%) zu Eisensulfat und Titanoxidsulfat aufgeschlossen und umgesetzt. Der Aufschlusskuchen wird in Wasser gelöst und die Lösung entschlackt. Das in Lösung befindliche Eisensulfat wird nach der ursprünglichen Filtration angeschwemmt und vom Titanoxidsulfat abgetrennt. Im Anschluss erfolgt die Hydrolyse des in Lösung verbleibenden Titanoxidsulfates, welches als schwerlösliches Titanoxidhydrat ausgefällt und abgetrennt wird. Nach mehreren Filtrationsvorgängen, aufwendigem Waschen und anschließender Bleiche (zur Entfernung anhaftender höherwertiger Verunreinigungen) wird das Titanoxidhydrat in einem großen, drehbaren Rohr-Ofen bei 800 bis 1000°C zu reinweißem Titandioxid übergeführt.

Eine wesentliche Prozesskomponente für die Filtration über alle Prozessstufen (chemisch aggressive und nicht aggressive Filtration) ist hierbei die Filterpresse, die das gewaschene Titandioxid mit dem Ziel des feststofffreien Filtrats und eines stichfesten Titandioxidfilterkuchens mittels Druckfiltration herausfiltert und entwässert. Diese Filtration erfolgt angesichts der hohen Entwässerungsgradanforderungen in Bezug auf einen geringen Restfeuchtegehalt durch eine MSE Membranfilterpresse, die aufgrund der erforderlichen Chemikalienbeständigkeit mit bewährten Membranfilterplattentechnologien ausgestattet wird. Aufgrund der erreichbaren TS-Gehalte werden zudem hohe Energiekosten durch Wegfall von nachgelagerten Trocknungsprozessen (z.B. Trommeltrockner) eingespart.

Zur technischen Herstellung von Vanadium werden Vanadiumerze durch Zugabe von Natriumträgern (Natriumchlorid, Natriumcarbonat, Natriumsulfat oder Natriumoxalat) bei Temperaturen von ca. 850 °C im Drehrohrofen zu Natriumvanadat (NaVO3) umgesetzt, welches nach Auslaugung mit Wasser, Filtration, Ansäuern und Trocknung zu Vanadium(V)-oxid überführt wird*. Bei der Fest-Flüssig-Trennstufe wird die Vanadium-Salzlösung mithilfe von Filterpressen von Nebenprodukten getrennt. Von großer und entscheidender Wichtigkeit ist hierbei in erster Linie die aufgrund des Mineralsäurenanteils der Trübe und analog den meisten chemischen Prozessen notwendige chemischen Resistenz der verwendeten Werkstoffe und die damit verbundene Kuchenwascheffizienz.

Um diesen Anforderungen zu entsprechen bietet MSE Filterpressen® maßgeschneiderte, auf höchsten Kundennutzen ausgerichtete Lösungen. Unsere Produkte tragen mit der am Markt bekannten soliden, robusten und qualitativ hochwertigen Architektur sowie der für diesen Anwendungsfall angepassten und bewährten Membranfilterplatten- und Filtertuchtechnologie zu einer hohen Produktivität während des gesamten Filtrationsprozesses bei. Dieses erhaltene Vanadium(V)-oxid dient als Ausgangssubstanz für weitere Vanadiumverbindungen. Eine mögliche Aufbereitung ist die Reduktion mit Calcium oder Aluminium zu metallischem Vanadium. Der überwiegende Teil des produzierten Vanadiums wird in Form von Ferrovanadium in den Handel gebracht bzw. als Legierungszusatz in der Stahlherstellung eingesetzt.

Für die Herstellung von Zeolith wird Alkaliwasserglas mit einer Natriumaluminatlösung in bestimmten, exakt definierten Verhältnissen und unter bestimmten Reaktionsbedingungen umgesetzt. Um den geforderten Reinheitsgrad und Endproduktqualität des Zeolith zu erreichen, werden die entstehenden Suspensionen nach beendetem Kristallisationsvorgang in einem komplexen, leicht temperierten Kuchenwaschvorgang von den hochalkalischen Nebenprodukten getrennt und durch Verwendung spezieller Filterpressen mit dem Ziel eines stichfesten Zeolith – Filterkuchens mechanisch entwässert.

Von großer und entscheidender Wichtigkeit ist hierbei in erster Linie der Trockensubstanzgehalt sowie die aufgrund der hohen Alkalität der Trübe notwendigen chemischen Resistenz der verwendeten Werkstoffe, die hinsichtlich der soliden, robusten und qualitativ hochwertigen Architektur der hierzu eingesetzten MSE Membranfilterpressen und der ausgewählten und bewährten Membranfilterplattentechnologie auf ein Höchstmaß gesteigert werden. Die Waschlösung und das klare Filtrat werden nach dem Filtrationsvorgang nahezu vollständig in den Produktionsprozess rückgeführt. Die Zeolithe gelangen als Slurry oder sprühgetrocknet in den Handel. MSE Filterpressen garantieren als Teil einer Prozesskomponente zur Zeolith – Herstellung und mit dem Ziel der energetischen Optimierung eine maximale Qualität der Endprodukte.

Bei der industriellen Zinkgewinnung mittels elektrolytischer Raffination wird das durch Rösten zu Zinkerz– Konzentrat aufbereitete rohe Zinkoxid im nasschemischen Verfahren in verdünnter Schwefelsäure gelöst und Verunreinigungen von edleren Metallen durch Zinkpulver ausgefällt. Anschließend erfolgt die Elektrolysebehandlung der Zinksulfat – Lösung unter Verwendung von Bleianoden und Aluminiumkathoden, wodurch sich metallisches Zink als Reinmetall an der Kathode abscheidet. In diesem Zusammenhang gehen auch unedlere Begleitelemente in Lösung, ohne sich jedoch kathodisch abzuscheiden. Edlere Nebenelemente fallen als Anodenschlamm aus (siehe Anwendung Anodenschlamm). Die elektrolytische Abscheidung von Zink aus sauren Lösungen funktioniert allerdings nur dann, wenn die Zinksalzlösung sehr rein ist (nur dann ist die Überspannung des Wasserstoffs so hoch, dass sich statt Wasserstoff Zink abscheidet).

Für die Reinigung des Zinksulfats werden Filterpressen eingesetzt. Hierbei wird die gesättigte Zinksulfat – Lösung bei erhöhten Filtrationstemperaturen filtriert, gewaschen und von den schwerlöslichen Rückständen getrennt. Ein Höchstmaß an Kuchenwascheffizienz bei Filtrationstemperaturen von bis zu 90 °C und eine hohe Beständigkeit gegen die chemisch aggressive Trübe ist von entscheidender Bedeutung und Grundvoraussetzung für die eingesetzte Architektur und die ausgewählten Filtrationskomponenten wie Filterplatten- und Filtertuchwerkstoffe. MSE Filterpressen® bietet Ihnen hierzu umfassende und ausgereifte Filterpressen-Technologien und kundenorientierte Lösungen zur Verbesserung von Produktion, Effizienz und Endproduktgüte.

In der Automobilindustrie sowie in Stahlwerken werden zur Veredlung des Feinstbleches zu Weißblech Verzinnungsanlagen benötigt. Die Bleche durchlaufen im Stahlwerk verschiedene Behandlungen. Ziel dabei ist nach Beendigung dieser Prozesse, den Korrosionsschutz des Bleches zu gewährleisten bzw. erhöhen. Die im Verzinnungsprozess anfallenden Rückstände werden mit dem Ziel eines feststofffreien Filtrats in einem separaten Kreislauf der Filterpresse zugeführt und mittels Fest-Flüssig-Trennung herausgefiltert. Diese Elektrolytbehandlung erfolgt aufgrund der hohen Filtrationsgradanforderungen durch eine Kammerfilterpresse. MSE Kammerfilterpressen zeichnen sich mit ihren konstruktionstypischen Besonderheiten bei der Elektrolytbehandlung durch hohe Filtrationsgeschwindigkeiten und seiner hohen Filtrationsgüte sowie durch eine für den Anwendungsfall optimierte und effiziente Gestaltung der Prozesse aus. Der nach der Druckfiltration anfallende Zinnschlamm wird anschließend gesammelt und zur weiteren technischen Verwertung geführt. Der gefilterte Elektrolyt wird hierbei zurück in den Verzinnungsprozess gebracht.

Für die großtechnische Herstellung von Azofarbstoffen/ Azopigmente, dispersen Farbstoffen und reaktiven Farbstoffen sind mechanische Fest-Flüssig-Trennstufen mit Membranfilterpressen mittlerweile weltweiter Standard. Ein Höchstmaß an Kuchenwascheffizienz bei Filtrationstemperaturen zwischen 20 °C bis zu 90 °C und eine hohe chemische Beständigkeit sowohl gegen stark saure, als auch gegen alkalische Trüben ist von entscheidender Bedeutung und Grundvoraussetzung für die eingesetzte Architektur und die ausgewählten Filtrationskomponenten wie Filterplatten- und Filtertuchwerkstoffe. MSE Filterpressen® bietet Ihnen im Anwendungsbereich Pigmente und Farbstoffe umfassende und ausgereifte Filterpressen-Technologien und kundenorientierte Lösungen zur Verbesserung von Produktion, Effizienz und Endproduktgüte. Beispielhafte Einsatzbereiche von MSE Filterpressen sind in der Auflistung dargestellt.

Feinteiliges, oberflächenreiches Zinkoxid ist ein vielfach einsetzbarer chemischer Grundstoff, der nasschemisch über die Fällungsstufe als Zinkhydroxid oder als basisches Zinkcarbonat aus zinkhaltigen Salzlösungen hergestellt wird. Das entstehende Fällungsprodukt wird in einer Fest-Flüssig-Trennstufe von der Mutterlauge separiert, der gebildete Filterkuchen gegebenenfalls gewaschen und durch anschließender Dehydratisierung/ Hitzebehandlung (Kalzination) in Zinkoxid überführt. Durch ein schonendes Trocknungsverfahren werden Produkte mit hohen spezifischen Oberflächen hergestellt. Um den steigenden Anforderungen hinsichtlich Feinheit, Reinheit, Effektivität und Verbrauchsminimierung zu entsprechen, bietet MSE Filterpressen® maßgeschneiderte, auf höchsten Kundennutzen ausgerichtete Lösungen. Unsere Produkte tragen mit der am Markt bekannten soliden, robusten und qualitativ hochwertigen Architektur zu einer hohen Produktivität des Filtrationsprozesses bei.